Bindegewebe stärken

Bindegewebe stärken: Diese Methoden gibt es

In unserem Blog-Beitrag „Bindegewebe: So wichtig ist es“, haben wir Sie darüber informiert, wie das Bindegewebe aufgebaut ist, welche Funktionen es hat und welche Einflüsse es schwächen. Nun erklären wir Ihnen, mit welchen Methoden Sie Ihr Bindegewebe stärken und wie wir Ihnen dabei helfen können.

Der Wunsch: ein straffes Bindegewebe

Ein straffes Bindegewebe zu haben, macht die meisten Frauen und Männer stolz. Ist das Bindegewebe stark, werden Erscheinungen der natürlichen Hautalterung nicht so schnell deutlich. So dauert es länger, bis Oberschenkel, Oberarme oder die Wangenpartie im Gesicht zu hängen beginnen – oder die Ausprägung ist einfach nicht so stark. Doch leider hat nicht jede Frau und jeder Mann das Glück, ein solch gutes Bindegewebe zu haben.

Bindegewebe stärken: Allgemeine Tipps

Ausreichend trinken

Es sollten zumindest zwei Liter reines Wasser oder ungesüßte Kräutertees sein. Indem Sie viel trinken, helfen Sie dem Bindegewebe dabei, seine Stoffwechselfunktion ungestört ausüben zu können und elastisch zu bleiben.

Ausgewogene Ernährung

Der nächste Baustein, um das Bindegewebe zu stärken, ist die Ernährung. Enthält Ihr Speiseplan genügend wertvolle Nährstoffe, erhält auch das Bindegewebe all das, was es braucht, um lange stark und elastisch zu bleiben. Sehr gut eignen sich Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, Nüsse und pflanzliche Öle. Vitamin C hilft dabei, die kollagenen Fasern im Bindegewebe aufzubauen. Es ist beispielsweise enthalten in schwarzen Johannisbeeren, Zitrusfrüchten, Sanddorn, Paprika, Spinat, Rosenkohl oder Grünkohl. Um weitere Eiweißbausteine richtig verarbeiten zu können, braucht das Bindegewebe Vitamin B2 bzw. Niacin. Das ist beispielsweise enthalten in allen Vollkornprodukten, in Kartoffeln, Mungobohnen, Erdnüssen oder Kaffee. Lysin ist ebenfalls wichtig für den Aufbau des Bindegewebes. Diese Aminosäure steckt u. a. in Buchweizen, Walnüssen, Erbsen und Tofu. Kalium, wie es z. B. Ananas enthält, regt den Stoffwechsel an. Die enthaltenen Enzyme Papain und Bromelain aktivieren die Bildung neuer, gesunder Kollagenfasern.

Übrigens: Lysin und Vitamin C spielen bereits zu Beginn der Kollagensynthese eine entscheidende Rolle. Die Nährstoffe benötigt Ihr Körper aber auch für andere Prozesse, so z. B. für das Immunsystem. Ist Ihr Körper mit Lysin und Vitamin C unterversorgt, nutzt er das wenige noch produzierte Kollagen, um die lebenswichtigen Organe wie Herz oder elastische Blutgefäße zu versorgen. Die Nährstoffe stehen der Haut dann nicht zur Verfügung, was als Hautalterung erkenntlich werden kann.

Fleisch und tierische Fette enthalten Omega-6-Arachidonsäure, die die Haut angreifen kann. Weißmehl, Zucker und Milchprodukte sollten Sie nicht zu häufig konsumieren – auch sie stehen im Verdacht, das Bindegewebe zu schwächen.

Sport

Eine hervorragende Möglichkeit, den Körper zu straffen und das Bindegewebe zu stärken, ist Sport. Bei zu wenig Bewegung kann sich mehr Fett im Körper ansammeln, was auch den Abfluss von Blut und Lymphe erschwert. Wenn Sie durch Bewegung Ihre Muskeln stärken und den Muskelaufbau weiter fördern, beschließt Ihr Körper, mehr Kollagen für Muskeln, Sehnen und Bänder zu bilden. Indem Ihr Körper mehr Baumaterial für die flexiblen Fasern zur Verfügung stellt und das elastische Stützskelett stärkt, wirken Sie einer der Haupursachen für eine Bindegewebsschwäche entgegen.

Wechselduschen

Mit regelmäßigen Wechselduschen können Sie Ihren Stoffwechsel ankurbeln, die Durchblutung fördern und das Bindegewebe stärken. Duschen Sie dazu zunächst warm und wechseln Sie dann für ein paar Sekunden zu kaltem Wasser. Wiederholen Sie diesen Vorgang und wechseln Sie die Temperaturstufen mehrmals hintereinander ab.

Zupfmassagen

Indem Sie ihre Haut z. B. an den Oberschenkel und am Po Zentimeter für Zentimeter mit Daumen und Zeigefinger bezupfen, fördert dies den Lymphfluss und transportiert eingelagerte Flüssigkeit ab. Einen ähnlichen Effekt können Sie mit einer Massagebürste erzielen.

Bindegewebe stärken: Kollagenstimulation mit Methoden der ästhetischen Dermatologie

Dass das Bindegewebe schwächer wird, liegt vor allem daran, dass die Produktion von Kollagen nachlässt und das Strukturprotein vom Körper nur noch an den wichtigsten Stellen eingesetzt wird.(z. B. Herz und Gefäße). Die Folge: Mit zunehmendem Alter kann das Gewebe langsam, aber stetig erschlaffen. Die elastischen Fasern verlieren an Spannkraft.

Der Tipp schlechthin, um das Bindegebe zu stärken: Halten Sie es so lange wie möglich in seinem „jugendlichen“ Zustand (ganz nach dem Motto von Dr. Pavicic: „Konservieren statt reparieren!“). Mit den oben genannten Tipps lässt sich das Bindegewebe nur bedingt straffen – oft reichen die Maßnahmen nicht mehr aus und bringen nicht das gewünschte Resultat. Dann kann „Hilfe von außen“ sinnvoll sein.

In unserer Privatpraxis für Dermatologie und Ästhetik in München bieten wir Ihnen verschiedene Methoden an, mit denen wir die Kollagenproduktion wieder ankurbeln und somit eine Straffung Ihres Bindegewebes erreichen können. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Kollagenstimulation. Dazu gehören:

Kollagenstimulation durch die Radiofrequenztherapie Attiva

Für diese Behandlung führen wir eine feine Sonde in Ihr Unterhautgewebe ein und applizieren Radiofrequenzenergie. Gleichzeitig behandeln wir Ihre Haut mit herabgesetzter Temperatur. Die Energie durchdringt Ihr Gewebe bis in die tiefen Schichten. Dadurch ziehen sich die unteren Hautschichten zusammen. Die beweglichen Bindegewebszellen werden aktiviert. Das führt zu einer Neubildung von Kollagen.

Weitere Informationen erhalten Sie hier: Attiva München

Bindegewebe stärken mit Radio-/Ultraschall-Behandlung BTL Exilis Elite™

Auch diese Therapie stützt sich auf Wärme. Wir nutzen das spezielle Handstück und kreisen damit über die zu behandelnde Hautpartie. Während sich die Oberfläche dabei auf 40 bis 43 Grad erwärmt, steigt die Temperatur in Ihrem Tiefengewebe auf etwa 45 Grad an. Diese Temperatur aktiviert die Bindegewebszellen, die daraufhin neues Kollagen bilden. Dadurch wird Ihr Bindegewebe und somit Ihre Haut wieder straffer.

Mehr zum Thema: BTL Exilis Elite™ München

Bindegewebe mit Laserbehandlung straffen

Im Rahmen des fraktionierten Laserverfahrens setzen wir unzählige mikroskopisch kleine Hitzesäulen in Ihrer Haut ab, die für winzige ungefährliche Verletzungen in der Haut sorgen. Dazwischen verbleiben unbehandelte Hautstellen. Diese treiben eine rasche Heilung voran, was mit einer Neubildung von Kollagen und frischem Gewebe einhergeht.

Es gibt zudem ablative Laserverfahren, die ebenfalls mit der Aktivierung der Kollagenbildung einhergehen. Hierbei werden die oberflächlichen Hautschichten abgetragen. Die minimale Wunde, die entsteht, regt die Produktion von Kollagen und elastischen Fasern an.

Eine Kollagenstimulation können wir auch mit der nicht-ablativen Laserbehandlung erzielen. Sie geht ohne das Abtragen der obersten Hautschicht einher. Die Laserstrahlen durchdringen die oberste Hautschicht und erreichen die Lederhaut. Sie besteht überwiegend aus Bindegewebsfasern. Nadelstichartige Mikroverletzungen lassen hier neue Zellen und mehr Kollagen entstehen.

Weitere Informationen zu den unterschiedlichen Verfahren erhalten Sie hier: Fraktionierte Laserbehandlung München und Laserbehandlung München

Kollagenproduktion anregen mit Ultraschall-Lifting Ultherapy

Für das Gesicht, den Hals und das Dekolleté ist die Ultraschall-Behandlung Ultherapy geeignet. Sie arbeitet über mikrofokussierte Ultraschall-Energie, die Ihr Hautgewebe passiert. Sie geht tief in die Haut und wirkt an der Gewebeschicht, die üblicherweise bei einem chirurgischen Facelift gestrafft wird. Die Haut reagiert mit einer Neubildung von straffendem Kollagen und frischem Elastin.

Mehr dazu: Ultherapy München

Kollagenstimulation mit Dermalfiller Radiesse®

Ähnlich wie Hyaluronsäure-Filler ermöglicht Radiesse®, verloren gegangenes Volumen im Gesicht wieder aufzubauen und langanhaltend zu ersetzen. Doch der Dermalfiller geht noch einen Schritt weiter: Er aktiviert die kollagenbildenden Zellen und steigert die körpereigene Produktion von Kollagen und Elastin. Ihre Hautstruktur lässt sich dadurch nicht nur oberflächlich, sondern von innen heraus verbessern.

Weitere Informationen dazu: Radiesse® München

Bindegewebe stärken und Cellulite behandeln

Ist das Bindegebe schwach, können auch Dellen und Wellen an Po und Oberschenkeln deutlich werden. Orangenhaut möchten sicherlich nur wenige Frauen an sich sehen. Cellulite können wir in unserer Praxis in München ebenfalls gut behandeln, indem wir Ihr Bindegewebe stärken oder behandeln. BTL Exilis Elite™ und Attiva – zwei Behandlungsmethoden, die wir Ihnen eben vorgestellt haben – lassen sich auch optimal (sogar als Kombinationstherapie) gegen Cellulite einsetzen.

Zusätzlich bieten wir Ihnen eine minimal-invasive Behandlungsmethode an, die vor allem Cellulite-Löcher bekämpft: Cellfina. Hierbei durchtrennen wir einzelne verdickte Bindegewebsstränge mithilfe des Cellfina-Systems in einer minimal-invasiven Behandlung. Die Spannung der Hautoberfläche lässt auf diese Weise nach und die Haut kann zu ihrem ursprünglichen Niveau zurückkehren. Das Erscheinungsbild von Cellulite wird nachhaltig verbessert.

Mehr zu dieser Behandlung erfahren Sie hier: Cellfina München

Bindegewebe stärken in München

Sie sehen: Das Thema Bindegewebe stärken ist äußerst komplex und vielfältig. Wenn Sie sich Hilfe von außen im Kampf gegen die Bindegewebsschwäche wünschen, dann vereinbaren Sie gerne einen Termin bei uns. In einem ausführlichen Beratungsgespräch erklären wir Ihnen, welche Behandlungen am besten für Ihr individuelles Problem geeignet sind.

Foto im Header: © oneinchpunch / stock.adobe.com