Hautarzt München

Generation „Selfie“: Soziale Medien beeinflussen Beautywünsche

Bei der neuesten Art der Portraitfotografie benötigen wir alle eigentlich keinen Fotografen mehr. Es reicht bereits ein Smartphone. Ganz klar – wir reden hier von Selfies, die in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen haben. Und schon lange ist ein Selfie vor allem in der jungen Generation mehr als nur ein Schnappschuss. Das Bild, das so spontan aussieht, wird geplant und aufwändig inszeniert. Doch manchmal sind die von sich selbst geschossenen Bilder nicht vorteilhaft. Proportionen wirken nicht stimmig, die Nase sieht auf manchen Bildern größer aus, als sie ist. Dies alles lässt bei manchen Patienten den Wunsch nach einer Beauty-Behandlung laut werden.

Was ist ein Selfie?

Selfie gehört zu den Begriffen des 21. Jahrhunderts, den man unweigerlich kennen sollte. Hierbei handelt es sich um eine Selbstaufnahme, die meist mit der Kamera eines Smartphones, manchmal auch mit einer Digitalkamera geschossen wird. Charakteristisch für ein Selfie ist der sichtbare ausgestreckte Arm, der die Kamera hält. Manchmal werden Selfies auch mit einem Selfie-Stick oder über einen Spiegel geschossen. Es gibt Bilder, die nur eine Person zeigen, aber auch Gruppen-Selfies. In diesem Fall wird das Foto von einer Person aufgenommen, die auch selbst darauf zu sehen ist. Die Bilder werden gerne ins Internet gestellt und dort in den Social Media, also den sozialen Netzwerken, mit anderen geteilt.

Bedeutung des Selfies hat sich verändert

Was anfänglich eher als spontaner Schnappschuss galt, um einen schönen Moment festzuhalten, ist heute schon fast zu einer Art „Wissenschaft“ geworden. Nur selten ist das, was wir auf Instagram & Co. vor allem von jungen Menschen und VIPs sehen, ein spontan geschossenes Foto. Heutzutage wird kaum etwas dem Zufall überlassen. Influencer und Menschen mit Tausenden von Followern und Fans perfektionieren das, was früher einmal als spontanes Selbstportrait bekannt war.
Die perfekte Selfie-Inszenierung beinhaltet ein sorgfältiges Styling, ein gekonntes Posing, den optimalen Hintergrund und auch den richtigen Blick in die Kamera. Einer Umfrage des Industrieverbands Körperpflege und Waschmittel hat ergeben, dass 45 Prozent der Mädchen erst nach mehr als 50 geschossenen Bildern eines in den sozialen Medien verbreiten. Viele Heranwachsende haben damit ein Ziel: Sie möchten berühmt werden. Sie suchen nach Anerkennung – und nach sich selbst.

Selfies verzerren oft das Selbstbild

Generell ist nichts dagegen einzuwenden, ein Foto von sich zu schießen und darauf zu achten, gut darauf auszusehen. Doch das auserwählte Bild aus dem mehr oder minder kleinen Selbst-Shooting wird von vielen Jugendlichen mit Filtern und Apps so bearbeitet, dass es so aussieht, wie sie gerne aussehen würden. Dabei kann jedoch ein verzerrtes Selbstbild entstehen.

Optische Täuschung durch den Selfie-Effekt

Wenn auch das fünfzigste Foto nicht den eigenen Vorstellungen entspricht, fangen viele Teenies an, an sich selbst zu zweifeln. Als Schönheitsdefizit wird häufig die Nase beschrieben, die auf den selbstgeschossenen Fotos zu groß erscheint. Dies ist jedoch in vielen Fällen eine optische Täuschung. Durch den Selfie-Effekt wird die Proportion der Nase aufgrund der Perspektive verzogen. Die Nase kommt bei einem Selfie dem Weitwinkelobjektiv der Handkamera verhältnismäßig nahe – dadurch ergibt sich eine nicht reelle Vergrößerung der Nase. So entsteht bei vielen Menschen ein verzerrtes Selbstbildnis, das zum Wunsch nach einer aus diesem Grund ungerechtfertigten Nasenkorrektur führen kann.

Oft geraten auch Falten in den Fokus der Unzufriedenheit. Denn: Wer viele Fotos von sich macht und diese postet, schaut oft mit anderen Augen auf das Äußere – ganz besonders auch auf Falten. Aus einer Befragung der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie geht hervor, dass mehr Kunden entsprechende Behandlungen wünschen und auch vornehmen lassen.

Wann eine Nasenkorrektur oder eine Faltenbehandlung wirklich notwendig ist

Soziale Medien und Selfies, die dafür geschossen werden, stellen also häufig den Antrieb für eine entsprechende Beauty-Behandlung dar.
Eine Injektion mit Botox oder Hyaluronsäure, Faltenbehandlungen mit Ultraschall oder Laser, so wie wir sie in unserer Privatpraxis für Dermatologie und Ästhetik in München anbieten, sollten nicht genutzt werden, damit man auf einem Selfie besser aussieht – nur um Likes und positive Kommentare zu sammeln. Sie sollten eine Faltenbehandlung nur für sich selbst durchführen lassen, um jünger und frischer auszusehen, um sich selbst wohl in Ihrer Haut zu fühlen, für mehr Selbstbewusstsein und zur Beseitigung von eventuellen Schamgefühlen.

Spritzen mit Botox helfen bei entstehenden und ausgeprägten Mimikfalten, machen den Gesichtsausdruck positiver, wenn er z.B. durch Querfalten auf der Stirn oder eine tiefe Zornesfalte zwischen den Augenbrauen beeinträchtigt ist. Hyaluronsäure eignet sich dazu, eingefallenen Partien im Gesicht wieder Volumen zu schenken und z.B., um Nasolabialfalten oder Lippenfältchen aufzufüllen. Mit Hyaluronsäure können wir unseren Patienten auch eine sanfte Form der Nasenkorrektur ermöglichen. Dellen auf dem Nasenrücken, eine Asymmetrie, Sattelnase, Langnase oder kleine Einkerbungen an Nasenspitze und Nasensteg können damit effektiv und ohne Operation behandelt werden.

Schönheitsbehandlungen in München

In der Praxis Dr. Tatjana Pavicic in München bieten wir Ihnen die unterschiedlichsten Behandlungen an, um Ihren Körper zu optimieren: von der Faltenbehandlung über das Body Contouring bis hin zur Cellulitebehandlung können Sie bei uns mit Ihrem Körper ins Reine kommen – aber bitte nicht nur für ein Selfie! 😉

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